Garmin Oregon 600 testFaltkarten zählen schon länger zu den Relikten der Vergangenheit. Moderne Wanderer und Fahrradfahrer setzen heute auf praktische GPS-Geräte, die eine Vielzahl von hilfreichen Funktionen vereinen, um Wanderungen selbst in unbekanntem Gelände ohne Irrwege zu meistern. Wir haben daher GPS-Geräte getestet und stellen Ihnen die Ergebnisse in ausführlichen Testberichten vor. Der aktuelle Testkandidat ist das Modell Garmin Oregon 600, über dessen Testleistungen Sie im nachfolgenden Bericht erfahren.

Verpackung und Lieferumfang

Pünktlich zum angepeilten Testtermin erreichte uns das GPS Gerät mit dem Modellnamen Oregon 600 aus dem Hause Garmin. Unser erster Eindruck nach dem Auspacken des Versandkartons war überaus positiv. Das handliche GPS-Gerät ist bereits durch die Plastikverpackung sichtbar und machte Lust auf einen unmittelbaren Testbeginn. Sämtliche Einzelteile waren sicher verpackt und selbstverständlich vor Verschmutzung und Beschädigung geschützt.

Im Lieferumfang fanden wir alles, was wir für eine zügige Inbetriebnahme benötigten. Neben dem Garmin Oregon 600 lagen ein USB-Ladekabel und eine gut verständliche Kurzanleitung bei. Eine etwas ausführlichere Dokumentation konnten wir auf der Herstellerseite herunterladen. Einen praktischen Karabinerclip zur Befestigung am Gürtel oder Rucksack fanden wir ebenfalls im Lieferumfang vor.

Verarbeitung & Design

GPS Geräte sind speziell für den Einsatz im Außenbereich konzipiert. Garmin gibt sich bei der Verarbeitungsqualität keine Blöße und überraschte uns mit der Widerstandsfähigkeit des Oregon 600. Einen Sturz aus geringer Höhe überstand das Gerät problemlos.

Allzu unsachgemäße Behandlung verkraftet das Garmin Oregon 600 jedoch nicht, da auf einen erweiterten Gehäuseschutz verzichtet wurde. Das smarte GPS-Gerät hält dadurch etwas weniger aus, ist dafür aber umso leichter und der perfekte Begleiter für eine entspannte Wanderung oder Radtour.

Das GPS-Handheld ist wasserdicht und verkraftete daher auch Regenschauer schadlos. Dadurch wird das Gerät auch für Wassersportler, wie beispielsweise Kanuwanderer interessant.

Uns gefiel das Garmin Oregon 600 auf Anhieb: Das Design erinnerte uns an ein Mobiltelefon der letzten Generation. Die Ecken sind abgerundet und das Modell Oregon 600 ist ergonomisch geformt und lag daher gut in unseren Händen. Die Vorderseite besteht nahezu komplett aus dem Display. An der Seite fanden wir zudem zwei Bedientasten. Die Farbgestaltung ist schlicht, wirkt durch den eingesetzten orangefarbenen Streifen jedoch zeitgemäß.

Ausstattung und Funktionen

Für die Ausstattung und die praktischen Funktionen vergeben wir deutliche Pluspunkte. Das Garmin Oregon 600 zeigt nicht nur GPS-Bewegungsdaten und den aktuellen Standort an, sondern verfügt über die Möglichkeit mittels ActiveRouting eine ganz individuelle Tour zu planen. So konnten wir nicht nur die Wegstrecke vorgeben, sondern auch detailliert berechnen lassen.

Kompatibles Kartenmaterial haben wir dem Oregon 600 einfach hinzugefügt und dafür die drahtlosen Verbindungstechnologien Bluetooth und ANT+ genutzt. Die Anzeige ließ sich unseren Wünschen anpassen, sodass rund ein Drittel mehr Daten gleichzeitig auf dem Display angezeigt werden konnten. Das Garmin Oregon 600 ist daher für uns der ideale Reisecomputer.

Für die Anpassung standen uns jeweils vier verschiedene Layouts zur Verfügung. Das Kartenmaterial konnten wir einfach per Fingerbedienung verschieben und uns das gesamte Höhenprofil unseres Wanderabschnitts anzeigen lassen. So waren anstrengende Tourabschnitte schon im Voraus ersichtlich.

Verlaufen unmöglich: Durch den 3-Achsen-Kompass wussten wir auch in völlig fremder Umgebung, wohin wir gehen mussten, um unser gestecktes Ziel zu erreichen. In Verbindung mit dem barometrischen Höhenmesser ist das Garmin Oregon 600 ein hilfreiches Tool für ambitionierte Wanderer.

Handhabung & Bedienkomfort

Durch den kapazitiven Touchbildschirm gestaltete sich die Handhabung intuitiv. Sämtliche Funktionen erreichten wir nach kurzer Eingewöhnungszeit und ohne langes Suchen. Eine praktische Schnellwahltaste, die wir zudem frei belegen durften, erleichterte die Handhabung im Freien enorm. Insbesondere Radfahrer profitieren von Bedienmöglichkeit.

Auf unsere Fingereingaben reagierte der Touchscreen sofort und ruckelfrei. Durch drehen des GPS Geräts schalten die Karten in einen horizontalen oder vertikalen Anzeigemodus. So behielten wir auch in weitläufigem Gelände stets die Übersicht über unsere Reiserouten.

Schrift und Zahlen konnten wir auf dem Display gut ablesen. Besonders praktisch: Das reflektive Display nutzt vorhandene Lichtquellen zur Steigerung der Helligkeit und Lesbarkeit. Das schont die Batterien und gefiel uns in Bezug auf einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz.

Tragekomfort

Das Oregon 600 aus dem Hause Garmin ist handlich und leicht. Weder Gepäck noch in der Hosentasche ist uns das kleine Gerät störend aufgefallen. Durch das geringe Gewicht ließ es sich auch auf längeren Strecken bequem in einer Hand halten. Bei Nutzungspausen konnten wir das GPS Handheld komfortabel und sicher mittels Karabinerclip an unserer Kleidung befestigen.

Genauigkeit

Die Standortanzeige arbeitete auf unseren Testwanderungen stets exakt, sodass wir problemlos durch unbekanntes Gelände navigieren konnten. Durch die Kompatibilität mit den Standards GPS und GLONASS erbrachte das Garmin Oregon 600 Höchstleistungen bezüglich der Satellitenverfolgung.

Akkulaufzeit

Das Garmin Oregon 600 betrieben wir zunächst mit zwei AA-Batterien, die leider nicht im Lieferumfang enthalten sind. Die Batterielaufzeit hat uns dabei positiv überrascht: Rund 16 Stunden läuft das GPS-Gerät mit einem Batteriepaar. In einen weiteren Testlauf verwendeten wir ein NiMH-Akkupack. Die Laufzeit ist ähnlich lang, allerdings ließ sich das GPS-Gerät problemlos und schnell aufladen.

Leichte Abzüge in der B-Note vergeben wir für die fehlende Zeitanzeige der verfügbaren Akkulaufzeit. Das Garmin Oregon 600 gibt allerdings rund eine Stunde vor dem Leerstand eine Warnmeldung aus. Diese nutzten wir dann umgehend für eine Ladepause beziehungsweise einen Batteriewechsel.

Kleine Tipps

  • Installieren Sie verfügbare Firmware-Updates, die Bugs beseitigen und die Software sogar um Funktionen erweitern können.
  • Schützen Sie das Display mithilfe einer Schutzfolie, um Kratzern vorzubeugen.
  • Trocknen Sie bei Regen das Display mit einem weichen Tuch. Dies erleichtert die Bedienung enorm.
  • Der kapazitive Touchbildschirm ist sogar mit Handschuhen bedienbar.
  • Die Schnellwahltaste lässt sich konfigurieren. Nutzen Sie diese Möglichkeit für eine schnelle und zuverlässige Bedienung.

Vorteile

+ Solide Verarbeitung
+ Handliches Format
+ Ergonomisches Design mit modernem Farbakzent
+ Einfache Bedienung über Touchbildschirm
+ Gut lesbares Display
+ Toller Funktionsumfang

Nachteile

– Touchscreen anfällig bei Stürzen
– Kein zusätzliches Kartenmaterial enthalten
– Restlaufzeit des Akkus wird nicht angezeigt

Fazit

Das Garmin Oregon 600 hat in sämtlichen Testabschnitten sehr gute Leistungen erzielt. Insbesondere der Funktionsumfang und das tolle Display, mit dem die Bedienung leicht von der Hand geht, haben uns gefallen. Die gute Sende- und Empfangsleistung hat uns auch in abgelegenem Gelände nicht im Stich gelassen. Insgesamt ist das Garmin Oregon 600 ein praktischer und hilfreicher Begleiter für Wanderer, Spaziergänger und Fahrradfahrer.

Wir vergeben die maximale Punktzahl: 5 von 5 Punkten.



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